Der Umzug

Eddi Weißnichtwas der sein zu Hause und seine ganze Familie bei den furchtbaren Brand verloren hat, wohnt nun bei seinen Verwandten den Mäuse-Schmidts. Die Familie trauerte mit Eddi Weißnichtwas und versuchten den kleine Mäuserich zu trösten. Alle waren sehr traurig. Am meisten aber weinte Eddi Weißnichtwas große, riesengroße Mäusetränen. Aber das Leben geht weiter auch bei Eddi und den Mäuse-Schmidts.

Ein großes Ereignis stand vor der Tür. Mäuse-Schmidt Mama erwartet schon bald Babys. Ein Umzug war nötig, denn die Mäusewohnung wurde zu eng. Mäuse-Schmidt Papa sagte mit seiner tiefen Mäusestimme, „Ich kann euch zeigen wo ein schönes Plätzchen für unsere Mäusefamilie ist, es ist auch gar nicht weit von hier, wollt ihr es euch anschauen.“ Alle waren damit einverstanden und machten sich auf zur Besichtigung.
„Das ist wirklich ein Super, Super Platz“, sagte Tom der Freche. Es war eine schöne Nische, trocken, sogar mit Sonnenlicht, dass durch einen Gullideckel in der Nähe, schien. Ein Mauervorsprung schützte vor Wind und Regen. Herbert der Träge rief voller Begeisterung, „seht mal da stehen Kisten.“
Eine rießengroße Holzkiste und ringsherum ein paar kleine, standen dort. „Wie die bloß hierher gekommen sind“, meinte Mäuse-Schmidt Mama. „Ist doch egal, wir können sie gut für unseren Wohnungsbau gebrauchen“, sagte Mäuse-Schmidt Papa.

Kisten
Wieder zu Hause angekommen, sagte Mäuse-Schmidt Papa, „der Umzug muß gut geplant werden“.
„Wir müssen uns einen Wagen bauen, damit wir alles transportieren können“, sagte Karin die Kluge. „Sehr gut Karin, alles was wir für den Wagenbau brauchen finden wir in der Kanalisation, das ist hier sehr praktisch“, meinte Mäuse-Schmidt Papa.
Und schon ging es los.
Eddi Weißnichtwas der gerne sammelte, rannte gleich los und brachte allerlei Nützliches und, Ihr werdet es nicht glauben, auch vier passende Räder für den Wagen. Die anderen Mäuse-Schmidt Kinder hatten auch schon vieles mit Mäuse-Schmidt Papa zusammengetragen und ein, zwei drei war der Wagen zusammengebaut.

Nun aber ging die Mäusefamilie erst einmal schlafen. Es war schon spät geworden und die Mäuse-Schmidt Familie war sehr müde und erschöpft.
Am nächsten Tag wurden die Möbel, viele Kisten, Kartons und Körbe, eben alles was die Mäuse Familie besaß, auf den Wagen geladen. Mäuse-Schmidt Papa und Herbert der Träge, der zwar sehr schwerfällig aber auch enorm kräftig ist, zogen den Wagen. Die beiden mußten sich sehr anstrengen, der Wagen war sehr schwer. Mäuse-Schmidt Mama lief neben ihren Mann und wischte ihn ab und zu den Schweiß ab, der von seiner Stirn tropfte. Die anderen Kinder liefen hinterher und schoben den Wagen mit.
Es eine ganze Weile ging das so, aber dann bemerkte Herbert der Träge etwas Großes auf dem Weg. „Seht mal, da liegt doch was.“ Tom der Freche rannte sofort los, bevor Mäuse-Schmidt Papa überhaupt etwas sagen konnte. Seine kleinen Mäusebeine überschlugen sich fast, so schnell rannte er. An der Stelle angekommen, war er sehr erstaunt und erschrocken. Eine Ratte, eine große, fürchterlich stöhnende Ratte lag da. Sie hatte am Kopf eine riesengroße Beule. Es sah beinahe so aus als leuchtete die Beule, so groß und dick war sie.

„Was ist mit dir passiert“, meinte Tom zur der furchtbar stöhnenden Ratte. Er nahm vorsichtshalber etwas Sicherheitsabstand von der Ratte, denn sie war für eine kleine Maus wie Tom ganz schön groß.
„Mir ist ein großer Stein auf den Kopf gefallen, mir ist so schlecht und schwindlig, ich kann nicht aufstehen.“ Tom schaute nach oben und tatsächlich fehlte in der Decke ein großer Stein. „Wie kann ich dir helfen“, sagte Tom.
Die Ratte stöhnte wieder ganz fürchterlich und sagte. „Du kannst meine Familie verständigen, die wohnt gleich in der Nähe. Du läuft bis zum nächsten Abzweig und dann 2 x rechts, dann findest du ein großes Rattenloch.“
„Wie heißt du denn“, fragte Tom, „Heinrich“, sagt die Ratte.
In der Zwischenzeit war auch schon die ganze Mäuse-Schmidt Familie mit dem Wagen an der Unfallstelle angekommen. Mäuse-Schmidt Mama holte ein großes Tuch aus einer der vielen Körbe die auf den Wagen standen und legte der Ratte erst einmal einen Verband an. Tom rannte los, die Rattenfamilie zu verständigen.
An dem Rattenbau angekommen rief Tom ganz laut „Hallo ihr Ratten, hört ihr mich“. Es polterte und eine sehr, sehr große Ratte kam heraus. „Hast du uns gerufen und mich und meine Frau gestört du kleiner unscheinbarer Wicht“, sagte die große Ratte und es hallte durch die Kanalisation. So laut und stark war die Stimme. Tom, der sonst immer einen lockeren Spruch auf den Lippen hat, zitterte vor Angst und stammelte „ja ...ja ...ich war das...ich ...ich...wollte euch sagen, dass wir Heinrich verletzt gefunden haben.“ Tom mußte seinen ganzen Mut zusammennehmen, solche Furcht hatte er vor der Ratte.
„Wo?“, sagte die Ratte und es hallte wieder durch die Kanalisation. „Ich kann dir den Weg zeigen“, sagte Tom mit zitternder Stimme. „Los spring bei mir auf den Rücken“, befahl die große Ratte , „und zeig mir die Stelle“. Kaum saß Tom unter großer Mühe auf dem Rücken der Ratte, rannte diese auch schon los. Tom hatte einige Schwierigkeiten sich bei dieser Geschwindigkeit überhaupt festzuhalten, er taumelte hin und her. Die Ratte mit Tom war auch sehr schnell an Ort und Stelle.

Die Mäuse-Schmidts sahen eine riesige Ratte schon von weitem auf sich zukommen, erst etwas später bemerkten sie Tom auf dem Rücken der Ratte. Die Mäuse-Schmidt Mama konnte es nicht fassen „eine Maus die auf einer Ratte reitet, so was gab es ja noch nie und dazu noch unser kleiner Tom.“ Sie verdrehte so gleich die Augen und fiel in Ohnmacht. So schnell wie die Mäuse Mama in Ohnmacht viel, so schnell hatte sie sich auch wieder erholt.
„Was ist passiert?“, rief die große Ratte. Es hallte es durch die Kanalisation.
Wieder kam ein riesegroßes stöhnen von der Ratte mit der riesengroßen Beule.“Du mußt mir helfen Papa, mir ist ein großer Stein auf den Kopf gefallen. „Die kleinen Mäuse haben mir schon sehr geholfen und waren sehr nett zu mir“, sagte die verletzte Ratte und stöhnte wieder ganz fürchterlich. „Ja doch.“, sagte die Ratte und hob die Verletzte auf und stützte sie.

Der Ratten Vater bedankte sich bei der Mäusefamilie sehr freundlich. „Ihr seit jetzt unsere Freunde, wenn ihr einmal Hilfe braucht wir sind für euch da und entschuldigt, wenn ihr euch etwas erschreckt habt über meine Größe und meine Stimme“ und die beiden gingen davon.

Die Mäuse- Schmidts zogen auch mit ihren Wagen weiter. An der Nische angekommen luden sie den Wagen ab und richteten sich erst einmal notdürftig ein, damit sie alle schlafen konnten, denn es war schon spät geworden und der Tag war vorbei. Mäuse-Schmidt Mama sagte noch, „Was für ein Tag, was für ein Abenteuer war das, ich kann es nicht glauben, wir haben jetzt Freunde bei den Ratten. “.(Ihr müßt nämlich wissen, dass sich Mäuse und Ratten eigentlich immer aus dem Weg gehen.)
„Das ist gut, wenn man Freunde hat.“, bemerkte Mäuse-Schmidt Papa noch, dann schliefen alle fest und tief.