Die Spinnen, die bei dem lauten Schluchzen von Anne Eigennutz von der Decke fielen waren Frau Spinne mit ihren Kindern. Frau Spinne hatte sich furchtbar aufgeregt. „Wie kann man nur so einen Lärm machen und unsere Ruhe stöen.“ beschwerte sich die etwas eingebildete Spinne bei Mäuse-Schmidt Mama. Mäuse Mama entschuldigte sich bei der Spinnen-Frau für Annes Verhalten. Aber die Spinne konnte sich einfach nicht beruhigen. „Wir sind einfach von der Decke gefallen, was da hätte passieren können.“ Mäuse-Schmidt Mama entschuldigte sich noch einmal bei der Spinne und ihren Kindern und erzählte der Familie alles von Anne und den schweren Verletzungen. Langsam beruhigte sie sich und sagte. „Ihr müßt mich verstehen, hier hat vor langer Zeit schon einmal eine Mäuse-Familie gewohnt und diese Familie hat ein großes Durcheinander angerichtet, bei den Menschen und in unserer Familie.“ „Wieso ein Durcheinander?“. Fragte die Mäuse-Mama. „Ach“, stöhnte die Spinne, „es war einfach furchtbar“ und begann zu erzählen. „Sie müssen wissen, wir wohnen hier schon sehr, sehr lange auch meine Eltern haben schon ihr gewohnt, es war eine glückliche Zeit. Ich lernte auch meinen Mann hier kennen. Er suchte gerade eine neue Wohnung. Wo er sein Netz hatte konnte er nicht bleiben. Die Menschen zerstörten es ständig. Da suchte er hier einen geeigneten und ungestörten Platz. Wir bauten dann auch gleich gemeinsam ein sehr schönes großes Spinnennetz, wo sich viele Fliegen fangen ließen. Dann kamen auch schon unsere Kinder auf die Welt. Wir haben 6 wunderschöne Spinnen-Kinder.“ ![]() „Ach ja“, seufzte die Spinne.“Das waren noch schöne Zeiten. Eines Tages aber kam eine Mäuse-Familie hierher und wohnte an der selben Stelle wie ihr, oben auf dem Wäscheregal. Die Kinder waren sehr frech und hatten einfach kein Benehmen. Sie waren immer zu in der Küche und knabberten alle Lebensmittel an. Bis die Menschen es endlich satt hatten mit den Mäusen und überall Mäusefallen auf stellten. Und damit begann das Chaos. Zwei Kinder verletzten sich in der Falle. Zum Glück ist nicht schlimmeres passiert. Meinen Mann tat das sehr leid und wollte der Familie helfen. Er ging zu den Mäuse-Vater und wollte ihn warnen, und ihm erklären wo die Menschen noch Fallen aufgestellt haben. Aber diese dumme Maus lachte nur. Ich höre jetzt noch sein lachen“,....“was willst du denn hier?“, rief er, “wir wissen selbst wo diese Menschen die Fallen aufgestellt haben, da brauchen wir doch keine Spinne dazu. Wo gibst es denn so etwas ...ha...ha...ha...ha...“, „und er lachte und lachte immerzu. Meinen Mann ärgerte das sehr, er wollte doch nur helfen, aber die Mäuse verstanden es einfach nicht. Ständig ärgerten die Mäuse-Kinder uns. Zerrissen unser Netz, lachten uns aus, und sagten immer wir wären häßliche Spinnen. Und am schlimmsten war dieser ständige Lärm der Kinder. Immerzu streiten sie sich und schrien durch einander. Den Mäuse-Eltern war das egal. Sie kümmerten sich nicht weiter darum. Auch die Menschen konnten sie nicht in Ruhe lassen. Sie waren überall, in der Küche, im Lagerraum auch wo die Gäste saßen. Es dauerte dann auch gar nicht mehr lange, da hatten die Menschen ein neues Mittel gegen die Mäuse gefunden. Es war diese schwarze Katze, die ihr auch kennengelernt habt. Das war dann endlich den Mäusen zuviel, sie packten ihre Sachen und gingen von hier fort. Wir haben uns alle riesig gefreut, endlich waren wir diese undankbaren, lauten und schreienden Mäuse los. Nach einiger Zeit räumten die Menschen die Fallen wieder weg, nur die Katze haben sie behalten. Es wurde wieder ruhig und friedlich, wir konnten wieder ungestört leben bis ihr eingezogen seid. Sie können sich sicherlich vorstellen wie wir alle erschrocken sind.“ „Das tut mir ja alles so Leid“, sagte die Mäuse-Mutter. „Unsere Familie wird sich große Mühe geben, ihre Familie nicht zu stören und außerdem wohnen wir nur über den Winter hier, weil unsere Wohnung zu kalt ist. Bald ist auch der Frühling da und dann gehen wir wieder nach Hause.“ „Ach so“, sagte die Spinnen Frau. Na da werden wir uns hoffentlich bis zum Frühling gut verstehen“.“ Ganz bestimmt werden wir uns gut verstehen, wenn wir uns alle große Mühe geben.“ Antwortete ihr die Mäuse-Mama. Sie verabschiedeten sich voneinander und jeder ging zurück zu seiner Familie. Die Familie Mäuse-Schmidt bemühte sich sehr die Spinnen-Familie nicht zu stören,obwohl das manchmal nicht so einfach war, denn auch die Spinnen-Kinder konnten manchmal schon etwas frech sein. Auch Anne machte keine Dummheiten mehr, sie ist richtig lieb geworden. So wohnte die Familie Mäuse-Schmidt sehr zufrieden oben auf dem Wäscheregal in ihrer kleinen Wohnung bis endlich der Frühling kam und die Sonne warm durch das kleine Fenster schien. Draußen summten auch schon die Bienen und die Schmetterlinge flatterten von Blume zu Blume. Nun wurde es höchste Zeit nach Hause zu gehen. Die Mäuse packten alles wieder in ihre großen und kleinen Taschen. Die großen Taschen bekamen die großen Mäuse und die kleinen Mäuse die kleinen Taschen. Sie verabschiedeten sich noch von der Spinnen Familie, die auch etwas traurig war, denn die beiden Familien hatten sich schon sehr an einander gewöhnt. „Ja dann bis zum nächsten Jahr“, riefen die Mäuse-Schmidts der Spinnen-Familie zu. „Ja bis zum nächsten Jahr und kommt gut nach Hause“, antworteten sie der Familie. Sie winkten sich einander noch einmal zu und dann kletterte die Mäuse-Familie mit den vielen Taschen das Regal herunter. Eine Maus half wieder der anderen. Alles klappte prima. Doch die Mäuse waren alle etwas aufgeregt, denn sie freuten sich schon sehr auf ihr zu Hause. Endlich war der lange Winter vorbei und sie konnten ihre Freunde die Ratten wiedersehen, denen sie viel zu erzählen hatten und endlich zu den Teich mit der schönen Wiese gehen wo der Frosch und die Enten wohnen. |