Der Frosch

Nach den anstrengen Tag haben die Mäuse-Schmidts und die kleinen Teddys wunderbar geschlafen. Nun saßen alle am Tisch bei einen kräftigen Frühstück. Es wurde viel und laut erzählt, es war ein durcheinander von verschiedenen Stimmen.

Draußen klopfte es schon mehrmals an der Tür und keiner hörte es. Das klopfen wurde immer lauter, aber immer noch hörte es keiner, auch das rufen wurde von niemanden gehört. Alle erzählten durcheinander, es wurde viel gelacht und die Stimmung war einfach toll. Die Mäuse waren froh das sie wieder zu Hause waren und die Teddys freuten sich wieder ordentliche und saubere Teddys zu sein.

Auf einmal ging die Tür auf und der Rattenmann mit seiner Frau traten ein. „Hört uns denn keiner hier“, rief der Rattenmann. Alle am Tisch erschraken sehr und mit einen Mal war totale Stille im Raum. Man hätte eine Stecknadel zu Boden fallen hören. Die Mäuse waren etwas erstaunt über den plötzlichen Besuch und die Teddys waren ganz blass um die Nase, haben sie doch noch nie Ratten gesehen und noch dazu solche riesengroßen. Sie saßen völlig erstarrt am Tisch. „Wir haben euch überhaupt nicht gehört, kommt nur herein meine Freunde und setzt euch mit uns an den Tisch“, rief der Mäusevater. Die Teddys waren immer noch völlig erstarrt.
Der Mäusevater stellte den Teddys die Ratten vor und den Ratten die Teddys. Langsam wich die Starre aus den Teddys, denn sie hatten jetzt verstanden, das es gute Freunde von den Mäusen sind.
„Wir haben Euch noch etwas mitgebracht“, sagte die Rattenmutter und ging zu Tür hinaus . Sie kam gleich mit einen Korb wieder herein. Der Korb war voll gepackt mit allerlei zu Essen und zu Naschen, alles ganz leckere Sachen.

„ Oh, oh, das ist ja toll“, sagte voller Erstaunen die Mäuse Mama.
„Ihr werdet jetzt die Vorräte brauchen und die süßen Sachen zur Stärkung eurer Nerven“, sagte freundlich die Rattenfrau. „Wieso“, riefen alle Mäuse durcheinander. „Wisst ihr denn nicht Bescheid was da draußen vor sich geht.“ „Nein, dass wissen wir nicht“, riefen fast alle gemeinsam.
Der Rattenmann erklärte es den Mäusen. „Da draußen in der Kanalisation ist Hochwasser, das Wasser steigt immer noch höher. Ihr müsst Sandsäcke vor die Tür legen, sonst läuft euch das Wasser hier hinein.“
„Wir haben keine“, sagte Mäuse-Schmidt Papa.
„Wir haben noch welche, die können wir euch geben. Wir müssen nur sehr schnell machen und wir brauchen die stärksten Mäuse zum tragen“, antwortete etwas aufgeregt der Rattenmann.
„Na dann, los geht es“, rief der Mäusevater und bestimmte wer mit zum Säcke-Transport geht. Herbert der Träge, der aber sehr stark ist, Tom der Freche, Eddi Weißnichtwas, Karin die Kluge und Paul Traudichwas war von den kleinen Mäusen der Stärkste.

Die Mäuse machten sich schnell auf dem Weg die Säcke zu holen.
An der Rattenwohnung angekommen kam auch schon Heinrich heraus.
Heinrich war schon eine richtig große Ratte geworden und mächtig stark.
Der Rattenpapa zeigte den Mäusen sein Lager voll mit Sandsäcken.
„Habt ihr aber viel Sandsäcke“, sagte Karin die Kluge zu den großen Rattenmann, der nur etwas unverständliches brummte.
Alle packten an, auch Heinrich. Einen großen Handwagen, der auch in dem Lager abgestellt war, wurde voll beladen. Oben auf den Wagen stand Eddi Weißnichtwas und stapelte die Säcke ganz ordentlich, denn es mussten viele Säcke auf den Wagen.
Es war eine sehr schwere Arbeit, alle kamen tüchtig ins schwitzen. Papa Mäuse-Schmidt zog ständig ein großes Taschentuch aus seiner Hosentasche um sich den Schweiß abzuwischen. Auch Karin packte tüchtig mit an, sie war schon eine richtige große Mäuse Frau geworden.
Als die Arbeit getan war, gönnten sich alle erstmal eine kleine Pause. Dann ging es wieder weiter, der Wagen musste jetzt zur Mäusewohnung gezogen werden. Vorne stand der große Rattenvater mit Heinrich und zogen, hinten schoben die Mäuse kräftig an. Mit einen lauten Hau, Ruck setzte sich der Karren in Bewegung. Es quietschte und knarrte in den alten Rädern als müssten sie jeden Augenblick zusammenbrechen.

Aber der Karren hielt den schweren Säcken stand. Alle mussten sich sehr anstrengen, der Ratten Vater, Heinrich und die Mäuse, die hinten schoben. Es ging langsam voran, alle stöhnten von der schweren Anstrengung. Der Weg war nicht allzu weit. Am Ziel angekommen ruhten sich alle erst einmal aus und setzten sich vor die Mäusewohnung. Mäuse-Schmidt Mama brachte schnell Getränke zur Erfrischung.
Als die Mäuse und Ratten so saßen, hörten sie von weitem ein eigenartiges Geräusch. Der Rattenvater fragte die Mäuse ob sie das auch hören, dieses Geräusch. Der Mäusevater antwortete, „das kommt von den vielen Wasser“. Das Brausen des Wassers war wirklich sehr laut, doch dieses Geräusch war ein Anderes und es kam immer näher.

Alle starten auf das Wasser, plötzlich konnte man ganz hinten in der Kanalisation etwas erkennen. Es schwamm auf dem Wasser und kam immer schneller näher, durch die hohe Geschwindigkeit des Wassers. Eddi Weißnichtwas rief, „ es ist...... der Frosch aus dem Teich bei der Blumenwiese, der..... der steht auf einen Brett“. Als er noch näher kam, sahen es alle. Er stand voller Begeisterung auf seinen Brett und surfte auf den Wasser, er spielte mit den Wellen und hüpfte auf seinen schmalen Brett auf und ab. Das Wasser platschte nur so und es sah furchtbar gefährlich aus. Aber dem Frosch machte das großen Spaß, er lachte laut und pfiff lustig eine Melodie. Als er näher kam rief er, „Hallo Leute, hallo, hallo“ und lachte dabei laut, dass es nur so durch Kanalisation schallte und mit einem Satz sprang er mit samt dem Brett aus dem Wasser. Es gab einen lauten Platsch und das Wasser spritzte nach allen Seiten.
„Quack, quack, ist das ein Spaß auf dem Wasser zu surfen, einfach toll und was macht ihr hier mit den alten Karren und den vielen Säcken“, sagte der Frosch noch etwas außer Atem.
„Wir schützen uns vor dem Hochwasser, nicht jeder hat so viel Spaß mit dem Wasser,“ sagte der Mäusevater zu den Frosch in einer etwas ärgerlichen Stimme. Wie konnte man bloß so eine Frage stellen, dachte sich der Mäusevater. „Das ist doch kein Spaß so ein gefährliches Hochwasser und auf dem Wasser surfen ist einfach leichtsinnig“, sagte er voller Empörung zu den Frosch. Der konnte natürlich diese Aufregung nicht richtig verstehen, lebt er doch im Wasser.
„Wir müssen jetzt den Wagen abladen“, sagte der Mäuse Vater etwas schroff zu den Anderen, denn er war verärgert über den leichtsinnigen Frosch.
Alle packten mit an und der alte Karren war schnell abgeladen. Die Säcke wurden vor die Mäusewohnung gestapelt, alle hatten es sehr eilig, denn noch immer stieg das Wasser an und eine Unmenge Geröll, Baumstämme, alte Flaschen, Kisten spülte es mit lautem gepolter durch den Kanalisations-Kanal.
Der Rattenvater und sein Sohn verabschiedeten sich nun nach getaner Arbeit von den Mäusen. „Deine Wohnung ist nun sicher, die vielen Sandsäcke werden das Wasser aufhalten und außerdem hat es aufgehört zu regnen und schaut her“, sagte der Rattenvater. Er zeigte auf den Gullideckel durch den die warmen Sonnenstrahlen drangen. „Es hat aufgehört zu regnen, die Sonne scheint, bald wird auch das Wasser sinken. Die Säcke kannst du behalten.“
„Tschüß, auf Wiedersehen, bis bald und vielen Dank für die große Hilfe“, riefen die Mäuse den Ratten zu. Dann zogen sie mit ihren alten klapperten Karren davon. Es war wirklich ein Wunder, dass dieser alte Karren den Transport überstanden hat.
„Quack, quack ich muss nun auch zurück zu meinen Teich und mir ein paar dicke Fliegen oder auch schöne große Mücken fangen, ein leckerer Käfer wäre auch ganz nett, denn das surfen macht ganz schön hungrig.“
Auf einmal machte der Frosch einen großen Satz und landete neben einen Tier, das aussah wie eine Raube mit dünnen Seidenfäden umhüllt. Er wollte gerade zuschnappen um es zu verspeisen, da ruckte und zuckte das Insekt und es kam aus der Raube mit den Seidenfäden ein schöner großer Schmetterling der einfach durch den Gullideckel zur Sonne flog.

Der Frosch kam aus dem Staunen nicht heraus und alle Mäuse mussten laut lachen. „Jetzt ist dir aber ein dicker Braten davon geflogen“, sagte der Mäusevater zu den immer noch erstaunten Frosch.
Der Frosch, der sich über das Lachen der Mäuse ärgerte, hüpfte, ohne sich von den anderen zu verabschieden davon, in Richtung Teich.

Der kleine Mäuserich Hans Hasenfuß fragte die großen Mäuse, „was war das für ein Ding, was der Frosch fressen wollte“? Karin die Kluge antwortete ihm, „das war eine Schmetterlingspuppe, aber das lernst du alles in der Mäuseschule, du musst nur gut aufpassen“.
Die Mäuse gingen zurück in ihre Mäusewohnung und hofften, das bald das Wasser wieder zurück geht.