Nachdem das Hochwasser wieder zurückgegangen war und die Mäuse die Sandsäcke weggeräumt hatten, wurde es in der Kanalisation wieder ruhig. Die Sonne schien durch den Gullideckel und das Gänseblümchen neben der Mäuse-Schmidt-Wohnung zeigte wieder seine weißen Blüten. Es war schönes Wetter in der großen Stadt. Die Mäuse-Schmidts hörten die Vögel singen und es roch nach Blumen. Die Bienen summten ein Lied, die Mücken tanzten und alle waren guter Laune. Da hatte der Mäusevater eine Idee. „Wir könnten bei den herrlichen Wetter zur der Blumenwiese gehen, wo wir schon mal waren und diesen frechen Frosch getroffen haben und außerdem müssen wir dringend ein neues zu Hause für die Teddys finden, denn hier in der Kanalisation, das ist nichts für sie.“ „Ja, ja“, riefen die Mäuse, „vielleicht Kinder, die so kleine Teddys mögen.“ Alle Mäuse und die Teddys waren damit einverstanden und konnten es nicht erwarten das es los geht. „Das ist eine gute Idee“, sagte die Mäusemutter und ging gleich in die Küche um ein wenig Essen für ein kleines Picknick einzupacken. Und dann machten sie sich alle auf dem Weg. Es war nicht sehr weit und schnell waren sie an der Wiese angekommen. Es duftete wunderbar nach Blumen und das Wasser im Teich blitzte in der Sonne. Die Frösche quackten laut und die Libellen mit den vielen verschiedenen Farben tanzen auf dem Wasser. Da kam auch schon die Entenfamilie angeschwommen. „Wir kennen euch doch“, rief die Enten Frau. „Ihr seid doch die Mäusefamilie aus der Kanalisation mit diesen gruseligen Freunden, den Ratten.“ „Ja, das sind wir“, antwortete Brigitte die Dicke. „Ach mein Gott, jetzt kommt auch noch das Schwanenehepaar angeschwommen, was wollen die denn hier“, rief völlig empört die eingebildete Entenfrau. „ Komm wir schwimmen weiter“, rief sie ihren Entenmann zu. „Komm doch, na komm und bring die Kinder mit“. Sie war nicht gerade freundlich zu ihren Entenmann, aber er gehorchte, kannte er doch seine nervende Frau. Von weiten rief sie noch den Mäusen zu „auf Wiedersehen Mäusefamilie, bis bald“. „Na ihr kleinen Mäuse“, sagten die stolzen Schwäne, die gerade aus dem Wasser kamen und mit ihren großen weißen Körper an Land schwerfällig watschelten. „Wen habt ihr den mit, Teddys? Etwas ungewöhnlich, wirklich ungewöhnlich“, sagte der Schwanenmann und wiegte seinen langen weißen Hals in der Luft. Es sah etwas merkwürdig aus. Die Mäusemutter erzählte dem Schwanen-Paar die Geschichte von den Teddys und das sie ein neues zu Hause für die beiden suchen, denn in der Kanalisation ist es für Teddys nicht schön. „Das ist ja wirklich eine traurige Geschichte“, sagte der Schwanenmann und wiegte wieder so merkwürdig seinen Hals in der Luft. „Da müsst ihr unbedingt etwas unternehmen“, sagte die Schwanenfrau mit hoher feiner Stimme. „Den Teddys muss geholfen werden ein neues zu Hause zu finden.“ „Da hast du völlig recht Frau, ihr müsst gut überlegen was ihr macht“. „Vielleicht habe ich eine Idee“, sagte die Schwanenfrau und machte eine sehr nachdenkliche Miene, „Hier, seht ihr da drüben die Bank neben dem Spielplatz und die vielen spielenden Kinder, versucht doch dort euer Glück.“ „Ja, sagten die Teddys, vielleicht möchte uns ein Kind mit sich nach Hause nehmen.“ Die Teddys setzen sich auf die Bank und schauten den spielenden Kindern zu. „Zwei Teddys, zwei Teddys, seht mal zwei Teddys“, riefen die Kinder schon von weitem. Jedes der Kinder wollte die Teddys anschauen und es waren viele Kinder. Den Teddys wurde ganz schwindlig von den vielen Kindern und sie hatten auch ein wenig Angst. Die Mäusefamilie versteckten sich inzwischen im hohen Gras, damit sich die Menschen vor den vielen Mäusen nicht erschrecken. Jedes Kind wollte einen Teddy behalten. Da kam auch schon eine Mutti angelaufen, die das laute Geschrei der Kinder gehört hat. „Was ist denn hier los“. Alle Kinder riefen durcheinander, „ich will einen, ich will einen Teddy, ich.... ich... ich will auch einen Teddy“. „Jetzt ist Schluss mit diesen durcheinander“, rief die Mutti. “Den kleinen Teddys wird ja Angst und Bange. Welches von den Kindern hat keinen Teddy.“ Alle Kinder schwiegen und senkten den Kopf, hatten doch alle viele Teddys zu Hause. Da kam ein kleines Mädchen mit langen Zöpfen und sagte ganz schüchtern, „ich habe keinen Teddy zu Hause, mir würden die beiden kleinen hübschen Teddys sehr gefallen. Sie können bei mir auf meiner Bank neben dem Bett einen schönen Platz bekommen und ich werde sie auch ganz lieb haben“. „Ja“, sagte die Mutti, „nimm sie mit nach Hause“. Das Mädchen nahm die beiden auf den Arm und ging davon. Die Mäuse freuten sich sehr, aber waren auch sehr traurig, konnten sie sich doch nicht mehr von ihnen verabschieden. Der Mäusemutter standen die Tränen in den Augen, aber der Mäusevater drückte sie ganz lieb an sich und sagte, „du musst nicht traurig sein, jetzt haben die Teddys ein schönes zu Hause“. Die Mäuse verliesen ihr Versteckt im hohen Gras, und schon war dieser nervende, freche Frosch da. „Kommt mit liebe Mäuse zum Teich, ich will euch meine Familie vorstellen.“ Die Mäuse gingen mit zum Teich. Der Frosch zeigte ihnen eine Stelle wo es wunderschöne Teichrosen gab und am Rand des Teiches wuchs langes dickes Schilfrohr. Es wiegte sich ganz leise im Wind. Eine Ente hatte darin ihr Nest gebaut und kleine jungen Enten saßen darin und piepsten. „So“, sagte der Frosch, „hier sind wir. Seht ihr da drüben auf dem Blatt der Teichrose sitzt meine Frau und daneben meine Kinder.“ Tatsächlich auf dem Blatt einer wunderschönen Teichrose saß ein dicker fetter Frosch mit seinen Kindern. „Das ist aber eine große Froschfrau, die ist doch viel größer als du“, sagte Otto der Brummige. „Das ist eben so bei Fröschen, da ist die Frau viel größer.“ Es machte plascht, platsch und quack, quack und schon stand die dicke Frau vor den Mäusen. „Das sind also deine Bekannten aus der Kanalisation. Hm, hm, freut mich euch kennen zu lernen, quack, quack“, sagte die dicke Froschfrau ganz freundlich und dabei lief ihr das Wasser vom Rücken herunter. Es gab eine kleine Pfütze wo sie stand. „Aber, ihr müsst mich entschuldigen, ich muss zu meinen Kindern sonst machen die nur Unsinn, na ja ihr wisst ja wie das so ist.“ Platsch, Platsch und die Froschfrau war wieder im Teich und im nu saß sie auf dem Blatt der wunderschönen Teichrose. Der nervende Frosch verabschiedente sich von den Mäusen, „ich muß jetzt auch gehen, quack, quack, ihr könnt hier am Teich euch noch ein wenig in die Sonne legen, das ist sehr schön oder spazieren gehen“. Und schon war auch er verschwunden. Es machte wieder platsch, platsch das Wasser spritzte und gleich darauf saß er auch schon neben seiner Frau und den Kindern. Die Mäusefamilie legte sich in das schöne weiche Gras am Teich mit den vielen kleinen Gänseblümchen, es sah fast so aus als hätte jemand die vielen Blümchen dahin gestreut, so viele waren das und es duftete ganz wunderbar. Die Mäusefamilie im Gras mit den Gänseblümchen Die Mäusemutter verteilte an alle das mitgebrachte Essen. So blieben sie lange in der Sonne liegen und bevor es dunkel wurde gingen sie wieder nach Hause. |